Gott ist unsere Zuflucht
 
 
«Darum wird dir nichts Böses geschehen [...] denn Gott hat seinen Engeln befohlen, dich zu beschützen, wohin du auch gehst» (Psalm 91, Vers 10-11)
 
 

Die Gläubigen denken zu Recht, dass Gott derjenige ist, der sie und ihre Familie vor allen Gefahren bewahrt. Wenn jemand sein ganzes Leben den schützenden Händen des Herrn anvertraut, kann er sich Seiner Macht und Seines vollkommenen Schutzes gewiss sein. Viele Menschen geben zu, dass sie in manchen kritischen und gefährlichen Situationen geschützt wurden, sei es auf der Strasse, auf dem Meer oder in anderen besonders gefährlichen und mörderischen Umständen. Das bedeutet aber nicht, dass der Christ bis an sein Lebensende nicht an einigen Übeln leiden muss, denen unsere Gesellschaft zum Opfer gefallen ist. Aber dem Gläubigen wird immer geholfen, und er wird das Gefühl haben, dass der Heiland trotz der Widerwärtigkeiten seine Hand über ihn hält! Es ist wichtig zu wissen, dass nichts den himmlischen Mächten entgeht, die sich im Universum befinden. Nichts ist dem Zufall überlassen; wir haben einen allgegenwärtigen Beschützer und Sein Geist erfasst die kleinsten Winkel unserer Erde. Ja, Gott ist unsere Zuflucht und zahlreiche Texte in der Bibel bestätigen es.

In diesem Zusammenhang sei lediglich die erstaunliche Erfahrung des Apostels Paulus erwähnt, und zwar nach seinem Schiffbruch, von dem das Buch der Apostelgeschichte (Kapitel 28, Vers 1-6) berichtet: «Nach unserer Rettung erfuhren wir, dass die Insel Malta hiess. Die Bewohner nahmen uns sehr freundlich auf. Sie luden uns alle ein und machten Feuer, denn es hatte angefangen zu regnen, und es war kalt. Paulus raffte ein Bündel Reisig zusammen und warf es in die Flammen. Da schoss eine Schlange heraus und biss sich an seiner Hand fest. Die Hitze hatte sie aufgescheucht. Die Einheimischen sahen die Schlange an seiner Hand [...] und warteten darauf, dass er langsam anschwellen oder plötzlich tot umfallen würde. Nachdem sie ihn aber eine Zeitlang beobachtet hatten, stellten sie fest, dass ihm nichts dergleichen geschah.» Lukas, der Verfasser dieses Vorfalls, erwähnt in der Tat keinerlei Furcht noch Angst seitens des Apostels Paulus. Im Gegenteil, «er schleuderte die Schlange ins Feuer, und es geschah ihm nichts». Vielleicht sammelte er noch etwas Reisig, ohne darüber besonders beunruhigt zu sein, was soeben geschehen war! Er war fest vom Schutze Gottes, seiner Zuflucht, überzeugt, der ihn vor dem Biss des Gegners bewahrt hatte.

Das Wort Gottes sagt uns auch: «Der Herr wendet Gefahr von dir ab und bewahrt dein Leben. Was immer du tust, er wird dich beschützen, vom Anfang bis zum Ende, jetzt und in aller Zukunft» (Psalm 121, 7- 8).

Marcel Henocq (1)

 
________
1. Übersetzung des französischen Textes von Karin Bouchot.
 
 
© Philosophische Blumen